Gemeinsames Lernen

Was bedeutet "Gemeinsames Lernen"?

Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf lernen gemeinsam in einer Klasse. In der Pestalozzi-Schule sind es in der Regel drei bis fünf Kinder mit Beeinträchtigung, die gemeinsam mit ihren Klassenkameraden ohne Beeinträchtigung eine Klasse besuchen. Dabei werden die Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf entweder nach den Richtlinien der Grundschule („zielgleich“) oder nach den Richtlinien des Förderschwerpunktes („zieldifferent“) unterrichtet. Die Schüler sollen nach Möglichkeit am selben Thema arbeiten, die Aufgaben werden durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade differenziert.

verschiedene Menschen

Was heißt „sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf“?

  • Kinder mit Beeinträchtigung haben einen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf.
  • Der Bedarf wird durch ein Gutachten (AO-SF) festgestellt.
  • Diese Kinder werden zusätzlich mit individueller Unterstützung beschult.
  • In der Regel werden sie an einer Förderschule beschult.
  • Der Besuch einer Grundschule mit Gemeinsamem Lernen (GL) stellt eine Alternative dar.
  • An der Pestalozzi-Schule unterrichten mit den GundschullehrerInnen auch LehrerInnen für Sonderpädagogik (Team-Teaching).
  • Für Kinder im GL werden gemeinsam mit den GrundschullehrerInnen individuelle Lernziele festgelegt.
  • GL-Kinder nehmen an speziellen Förderstunden teil.

 

Welche Kinder haben einen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf?

  • Kinder mit Beeinträchtigung im Lernen
  • Kinder mit Beeinträchtigung in der körperlichen und motorischen Entwicklung
  • Kinder mit Beeinträchtigung der Sprache, im Sehen und /oder Hören
  • Kinder mit Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung
  • Kinder mit Beeinträchtigung der emotionalen und sozialen Entwicklung

 

Welche Voraussetzungen gibt es für das Gemeinsame Lernen?

Beschulung eines Kindes mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im GL setzt voraus, dass die hierfür notwendigen Bedingungen gegeben sind

  • bauliche Gegebenheiten, technische Hilfsmittel und ein ausreichendes Stundenkontingent an LehrerInnen für Sonderpädagogik
  • Therapien (Sprachtherapie, Ergotherapie, Krankengymnastik ...) müssen in den Nachmittagsbereich verlegt und von Seiten der Eltern selbstständig organisiert werden.
  • Eine enge Zusammenarbeit von LehrerInnen, Eltern und Therapeuten ist Voraussetzung für den Lernerfolg und die positive Gesamtentwicklung des Kindes.

 

Welche Vorteile hat der Unterricht im Gemeinsamen Lernen?

  • Alle Kinder erleben und erlernen einen natürlichen Umgang mit dem Verschiedensein.
  • Soziales Lernen hat einen hohen Stellenwert im Unterricht.
  • Der Umgang mit Beeinträchtigungen regt zum Nachdenken und zu Gesprächen an.
  • Wohnortnahe Beschulung ermöglicht soziale Beziehungen auch nach der Schule.
  • Lange Fahrzeiten zu Förderschulen entfallen.
  • Häufige Doppeltbesetzungen der Lehrkräfte ermöglichen eine optimale Förderung aller Schüler.

Unsere Arbeit als inklusive Schule
wurde von der Jury des JAKOB MUTH-PREISES gewürdigt.

 

Zusammenkommen ist
ein Beginn
zusammen bleiben ist
ein Fortschritt
zusammen Arbeiten ist
ein Erfolg
Henry Ford

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